Willkommen auf Terra – Teil 3

– Fortsetzung –

Von der Vielseitigkeit der Arten

Wieder strichen Jahrhunderte über das Land bevor ich auf die Welt zurückblickte.
Das Volk, das erste Volk war verschwunden.
Über die Welt hinweg hatten sie sich unter dem Einfluss des Seelenflusses verändert, sich ihren regionalen Bedingungen, die nach der großen Teilung herrschten, angepasst und weiterentwickelt.
Die Gebirge wurden von einem kleinwüchsigen Volk bewohnt das stetig Metalle und Erze sammelte, den Genuss von Speis und Trank frönten und Meister des Formen von Metall wurden.
Sie nannten sich selbst das Volk der „Mangor“, andere sollten Sie als Zwerge bezeichnen.
Anderenorts in den Wäldern, in den Auen und Graslanden fanden sich die Völker der „Shan’Ai“. Ein mystisches Volk, das im Einklang mit der Natur und dem Seelenfluss lebte, seine Macht sorgsam studierte und achtsam nutzte. Die „Shan’Ai“ nannten sich vor den anderen „Elfen“, vermutlich weil sie glaubten das diese es anders nicht verstehen würden.
Dann waren da noch die Menschen, ein Volk das anders lebte, viele Dinge der anderen Völker imitierte, aber doch seinen eigenen Weg fand. Sie waren wie Vermittler, hegten Freundschaften zu den Zwergen und den Elfen. Sie pflegten Handel, brachten Kultur zu den einen und nahmen Kultur von den anderen in Empfang.
Andere Völker wanderten andernorts über die Welt, in den Steppen führten die Orcs ein ehrenvolles aber tristes Leben, die anderen Kontinente bevölkerten die stolzen Tauraner, die Dryaden die mit der Natur verbunden waren, die hektischen Gnome mit ihren trickreichen Ideen und die Drachen die immer noch über die Welt wachten, so wie Nihil und ich es ihnen aufgetragen hatten.
Sie alle waren zu etwas besonderem geworden und mein Herz ging auf als ich eine Sache erkannte die sie gemeinsam hatten. Sie erzählten die Geschichte des ersten Volkes, mal nannten Sie sie Ahnen, mal Eldar, mal Vorväter.
Sie alle glaubten an mich, predigten dass ich mich selbst verdarb damit sie leben konnten, dass ich ihre Seelen selbst vor dem Tod bewahren würde.
Sie hatten mir vergeben.
Doch Nihils Tat war nicht in Vergessenheit geraten.
Das Böse existierte auf der Welt und trachte in Form von Gier und Neid aus dem Schatten der Zivilisationen heraus.
Bei jedem Völk gab es jene die anderen Schaden zufügen wollten. Manche stahlen, manche mordeten, manche hintergingen ihre Freunde um sich selbst zu bereichern.
Wieder andere hatten mir abgeschworen und folgten ganz den „Lehren“ Nihils.
Die „Kan’Ai“ oder Dunkelelfen waren einst mit den restlichen Elfen in Friede vereint. Doch Blutgier und die Lust am Kampf hatte sie auseinandergetrieben und im ewigen Hass lauerten sie versteckt darauf jedem Schaden zuzufügen der mir Gefolgschaft geschworen hatte.
Die Goblins die aus den Steppen vor den Orcs geflohen waren sammelten sich und waren Schmarotzer und Intriganten die nach Gold und Besitz trachteten. Was sie nicht an roher körperlicher Gewalt mitbringen konnten glichen sie durch die Nutzung des Seelenflusses und seiner Magie wieder aus und wurden zu gefährlichen Formwandlern, die ganze Landstriche gegen sich aufbringen sollten.
Die Halblinge marodierten über das Land, dumme und der Völlerei erlegene Vettern der Zwerge die nur ein Ziel vor Augen hatten: Plündern, Brandschatzen und die Beute verspeisen… auch wenn die Beute die Bewohner eines Bauernhofes waren.
Überall auf der Welt brachen immer wieder Kriege aus, denen sich die einzelnen Völker stellen mussten. Mit Entsetzen betrachtete ich wie zwergische Klingen Halblinge zerteilten, elfische Pfeile ihre dunkelelfischen Brüder niederstreckten und Goblins menschliche Siedlungen gegeneinander aufbrachten damit sie sich gegenseitig ausrotteten.

– to be continued –