Staatsdefizit Mathematik – oder Intelligenz?

Repräsentative Umfragen haben den Anspruch darauf etwas zu repräsentieren. Daher der Name. Eine Umfrage, die für die Ausstrahlung der gestrigen Talkshow Günther Jauch erstellt wurde, repräsentiert Deutschland. Hoffentlich nicht.

Das sieht erst mal undramatisch aus, wenn man jede Frage für sich betrachtet. Stellen wir mal die einzelnen Fragen gegenüber. Nehmen wir nun mal an, die 67% Prozent haben recht und Gauck sagt den Politikern seinen Meinung. Da mindestens 37% nicht wissen wofür er steht, haben im Idealfall 4% keine Ahnung was er sagen wird, aber sind überzeugt: er sagt es.

Noch absurder wird es, wenn man sich überlegt, dass 80% ihn für glaubwürdig halten, aber 37% nicht wissen wofür er steht. Das bedeutet mindestens 17% glauben ihm, erst mal egal was. Man muss sich das also ungefähr so vorstellen:

Infratest-Mitarbeiter: Joachim Gauck ist Glaubwürdig.
BürgerIn: Ich stimme eher zu.
Infratest-Mitarbeiter: Nur aus Interesse, was könnte er denn zum Beispiel sagen, was sie glauben würden?
BürgerIn: Keine Ahnung.

Vielleicht sind wir in Deutschland gar nicht politikverdrossen, vielleicht sind wir einfach nur doof. Einerseits erschließt sich mir so langsam wie man mit „Arbeit für alle“,“Ich bau mal Autobahnen“ und „Juden raus“ einen ganzen Kontinent in den Abgrund schubsen konnte. Andererseits sind wir ein säkularisierter Staat, der nun an der Spitze des Staates einen evangelischen Pastor und eine Pfarrerstochter hat. Das ist solide.

Lasst uns jetzt bitte darüber nachdenken, wie wir in Zukunft islamische Gottesstaaten kritisieren. Erst gedenkt man der Revolution von 1848 und am Ende wird die Hymne in der Bundesversammlung zum Hohn.Und Schäuble blieb sitzen.

Ich weiss, ich trete gerne und viel in alle Richtungen, aber immer mehr in Orange. Es wird Zeit Dinge zu ändern. Einigkeit über Recht auf Freiheit.