Schilderbürger

Hallo Welt! In Kiel hängen jetzt Schilder. „Kein Ort für Neonazis – Kiel gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“. Genial. Sowas hatten wir das letzte Mal am 1.4.1933, da stand da „Kauft nicht bei Juden.“

Man kann diese putzigen Schilder einfach so bekommen, also die mit den Nazis, nicht mit den Juden. Die mit den Juden sind verboten. Tut uns leid liebe Palästinenser. Aber vielleicht gibt es demnächst ja eine Im- und Export Wirtschaft, extra für Schilder. Hier die Vorschläge, damit die Deutsche Wirtschaft weiter angekurbelt wird:

„Kein Ort für Bremser – NSU gegen Tempolimit auf deutschen Autobahnen“
„Kein Ort für Bier – Köln gegen Bier mit Geschmack“
„Kein Ort für Sex – Vatikan gegen Rudelbumsen, Kondome und Realität“
„Kein Ort für Sprache – Stummfilme gegen unnötige Dialoge“
„Kein Ort für englische Musik – Frankreich gegen Englisch“
„Kein Ort für Kondome – Ursula gegen Kleinfamilien“
„Kein Ort für Kinder – Die Sahel-Zone gegen Überbevölkerung“
„Kein Ort für Tote – FC Liverpool gegen Umgestaltung von Fußballstadien zu Friedhöfen“
„Kein Ort für Kapitalismuskritik – Willkommen in Bellevue“

Wir bekämpfen also Ausgrenzung und Intoleranz indem wir schweigen und ein Schild aufhängen. Passt nur auf, dass ihr beim Anbringen der Schilder nicht auch die Türen zunagelt, oder euch ein Brett an den Kopf.