Nachruf für ca 2%

Das Land NRW trauert heute um die FDP. Das Mischrassenbundesland aus Sauerländern, Münsterländern, Rheinländern und Westfalen mit der Subspezies Ruhrpottkanacke bekommt Neuwahlen nach einem politischen Suizid der FDP. Eben jene hatte sich für eine Neuaufstellung der Wahlurnen positioniert und sich selber darin breitgemacht. Liberale Selbstreinigung sozusagen.

Nach Blitz-Umfragen in MacDonalds-Filialen in Dortmund, Münster, Finenntrop-Süd und Köln gaben 74% der Befragten an sie glauben die Abkürzung FDP bedeute „Für den Papierkorb“. Zwei Prozent bankentreuer Legastheniker halten den Namen immer noch für die Abkürzung „Für die Pesserverdienenden“.

Bekannt geworden war die FDP durch ihre flexible Politik. Neider beschimpften sie auch gerne als Wendehälse oder warfen ihr vor ihr Fähnchen in den Wind zu hängen. Der letzte der im Wind hängen blieb war Jürgen M., der dem öffentlichen Druck nicht stand halten konnte.

Die öffentliche Kritik kam oftmals aus Reihen der Opposition, also CDU, Grüne oder SPD, je nachdem wer gerade an der Regierung war. Seit Gründung der Bundesrepublik war keine Partei an so vielen Bundesregierungen beteiligt wie die FDP. „Arschkriechen lohnt sich“ hatte einstmals den Willen nach 18% Wählerstimmen unterstützt.

Heute nun hat die FDP durch Zustimmung zur Auflösung des Landtages in NRW ihren politischen Suizid eingeleitet. Hilfeangebote der Pharmalobby wurden angedacht, waren aber erfolglos. Gegen Rösler,Papke, Abruszat und Co. gibt es eben nichts von Ratiopharm.

Rot-Grün stehe vor einer echten Richtungsentscheidung, ob sie NRW zusammen mit der Linkspartei weiter in die Verschuldung treiben oder mit der FDP über die Sanierung der Staatsfinanzenreden wolle, so Fraktionschef Gerhard Papke auf der Internetseite der FDP-Fraktion in NRW. Bedauerlicherweise hatte er übersehen, dass eigentlich niemand mehr mit der FDP reden will.

In stiller Nostalgie verzweifelten Gelbhemden an der aktuellen Politik vorbei, selbst heute. Straftaten, Verkehrstoten und kranke Polizisten. Es war ein wenig wie die Themenauswahl zu Weihnachten mit Opa und Oma. Erst Ausländer, dann Kriminelle, dann Verkehr und ganz am Ende kotzt man sich noch mal über den gelben Schleim aus den man seit Jahren schon spuckt.

Nutzlos. Alle anderen hielten in der Verlängerung Dankes- und Abschiedsreden. Die FDP macht weiter das mit den Fähnchen. So sieht man wenigstens keiner hepatische Minderheit mehr dabei zu wie sie Bankern in den Arsch kriecht.

Wenn die Piraten nun den Grünen noch 3% bei den derzeitigen Umfragewerten abnehmen, dann könnte es eine Rot/Grün/Orangene Regierung geben. Die CDU weint, führt keine Studiengebühren ein und der Livestream auf der WDR Seite braucht vielleicht keinen Real Media Player mehr.

Alles wird gut.

Glück Auf