Mens sana in corpore sano?

Ein Chemieprofessor aus Marburg war mit Unterstützung des Deutschen Hochschulverbandes vor Gericht gezogen. Er war 2005 mit einem Grundgehalt von zunächst 3890,03 Euro eingestellt worden. Dazu kamen sogenannte Leistungsbezüge in Höhe von 23,72 Euro.

Das sei zu wenig, entschied nun das Bundesverfassungsgericht: Die Bezahlung widerspreche dem im Grundgesetz festgelegten Alimentationsprinzip, wonach der Staat seinen Beamten einen angemessenen Lebensunterhalt gewähren muss. Die Verfassungshüter begründeten dies mit einer vergleichbaren Verantwortung der Hochschullehrer, dem Ansehen des Professoren-Amtes und den Einkommen außerhalb des öffentlichen Dienstes. Das Land Hessen hat nun bis Ende des Jahres Zeit, die Bezahlung neu zu regeln.

(http://www.n-tv.de/ratgeber/Professoren-sind-zu-schlecht-bezahlt-article5490106.html)

So. Nachdem ich die Würgereste von der Tastatur gewischt habe frage ich mich nun, tickt der noch ganz richtig? Gut 3900 Euro sind nicht angemessen? Für was? Reagenzgläserchen schwenken und Texte vorlesen? Verantwtortung der Hochschullehrer? Welche Verantwortung? Das die Pharmaindustrie einen Studenten abkriegt der sich bei Masseberechnungen um 0,0002% verrechnet? Kleiner Hinweise, wenn deine Krankenschwester die falschen Tabletten erwischt bist du tot du Arschgeige. Wieso geben wir in diesem Land für solche renitenten, geldgeilen Klappspaten Geld für ein Gerichtsverfahren aus? Solchen Leuten muss man doch mit ’ner Friseurschere und nem Blutdruckmessgerät solange die Fresse polieren bis sie checken was Sache ist. Noch mal: 3900 Euro ist nicht angemessen. Andere Leute gehen 40 Stunden arbeiten, und damit meine ich arbeiten, nicht diese Professurkacke der pseudointelektuellen Elite. Und die kriegen dann noch Geld von der ARGE oder dem Arbeitsamt, damit sie ihre zwei Kinder versorgen können.

Was kommt da an Gegenargumentation? 5 Jahre Studium, 2 Jahre Doktorarbeit, 2 Jahre Habitilationsschrift verfassen? Das sind schon mal, inklusive 3 Jahre Oberstufe, 12 Jahre mehr, die andere Leute gearbeitet haben. So ein Schwachsinn. Und während noch irgendeine Pellwurst in Apricot was faselt von Zusammenhalt schieben sich 3 Monate später die Abgeordnete in NRW 500 Euro mehr in den fetten Arsch, man braucht ja eine Altersversorge. Man sollte den Mund halten solange noch Leute in diesem Jahr mit 1200€ Brutto nach Hause gehen. Da sind 500€ für die eigene Rente notwendig und 3900€ Brutto zu wenig.

Vielleicht sollte man alle Leute mal nach Leistung bezahlen, dann kriegen Vorstände keine anderthalb Millionen mehr, Fußballspieler keine 5 Milionen mehr, Chemiker wären mit 3900€ Brutto im Monat zufrieden und den Leuten die sich täglich den Arsch für die Gesellschaft aufreißen, müsste man nicht mit solchen Meldungen frontal ins Gesicht kotzen.

Häßlich ist die Fratze der sozialen Marktwirtschaft und die Verkleidung des Bildungsbürgertums.