Meine Lippe blutet

Ich mag Feedback. Vor allem auf Mailinglisten. Auch zu meinem Blog. Ich versuchs noch mal. Ich tippe langsam, damit ihr mitkommt. Ich kopier auch viel von der Mailingliste, damit ein bißchen bekanter Text für die Lipperleser dabei ist. Dient dem Textverständnis. Merkt ihr? Ich nehme schon kurze Sätze. Blogeintrag in einfacher Sprache.  Inklusion für’s Lippeland. So bin ich zu euch. Und wie seid ihr zu mir? So:

Es ist schon eine super starke Leistung unter einem Synonym mit fehlendem Impressum andere Leute oder sogar kollektiv einen ganzen Kreis quasi als Hinterwäldler zu denunzieren.

Ich kann nicht noch satirischer schreiben. Erstens: Es ist ein Pseudonym, kein Synonym. Zweitens: Wenn hier nun ein Impressum stehen würde, lieber PIRAT!, was würde das am Text ändern? Ich würde genau dasselbe schreiben und du würdest genau dasselbe lesen. Seit wann eigentlich gibt es bei der FDP den Piraten Leute, die gegen anonymisiertes Schreiben wettern? Kleiner Tip noch an dieser Stelle: http://lmgtfy.com/?q=schreibrephorm Klick mal!

Da geht dann eine Seite auf. Das ist Google. Google ist eine Suchmaschine. Da kann man Dinge suchen, zum Beispiel Personen die auf ihrem Blog kein Impressum angegegben haben. Sehr schnell findet man dann eine Seite. http://piratenbochum.de/author/danatirxis/

Und da steht dann, wie bei Google auch, dass der Twitter-Account @Schreibrephorm ist. Gut, wenn man unter Links im Blog (die stehen rechts, das irritiert wahrscheinlich) geschaut hätte, dann wäre einem das sofort aufgefallen, aber ein bisschen Medienkompetenz schadet ja nicht.

Obacht, jetzt kommt eine bombastische Transferleistung. Wenn ich offensichtlich Pirat aus Bochum bin, könnte es sein, dass man mich im Mumble oder im Twitter, oder auf dem letzten LPT, oder dem TdPA, oder bei der Party in Bochum gesehen hat. Aber bitte. Ich bin scheinbar immer noch total anonym. Hint, Hint, Hint: PIRATENWIKI! :
http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Schreibrephorm

So, noch was? Schuhgröße 43. In Gummistiefeln mit dicken Socken sogar 44.
Weiter im Text.

Dieses Beispiel bringt mich dazu, ein paar generelle Gedanken zu der Thematik Kommunikation zu verfassen (es gibt da auch einen entsprechenden beruflichen Hintergrund).  Das Medium Mail ist nicht für Diskussionen geschaffen. Es gibt genug Beispiele, die zeigen was passieren kann: Von einfachen Missverständnissen, bis hin zu handfesten Beleidigungen und Unterstellungen. Die, und da bin ich überzeugt, so in einem von Angesicht zu Angesicht geführten Gespräch nie passiert wären.  Ist etwas emotional erst mal entglitten lässt sich so etwas schwerlich wieder gerade rücken.

Das Medium Mail ist nicht für Diskussionen geschaffen. Dann ist die Piratenpartei im Arsch. Lasst uns alle AG Listen dichtmachen, das war’s Leute. Wir ziehen alle Listenkandidaten zurück. Ende. Ach so. Unterstellungen. Richtig. Ich denunziere ja angeblich. Ich denunziere gar nicht, es ist nur einfach nicht mein Fehler, dass dein Humorverständis sich nicht mit meinem deckt. Passiert mir sonst auch nur in Niedersachsen. Und im übrigen, alle Kritikpunkte die du da nennst, treffen auch auf Zeitungen zu. Da passiert sowas auch. Tragisch, oder? Und was ist eigentlich ein Blog? Und nun mal Klartext. Das wäre vo Angesicht zu Angesicht nicht passiert? Nun, doch. Ich hab zufällig in diesem 1.0-Dingsi genauso eine große Klappe. Und im übrigen entgleise ich gar nicht, der Zug ist abgefahren.

Bezug nehmend auf die oben aufgeführte Grundproblematik per Mail zu diskutieren, sollte man meiner Meinung nach bspw. definieren, dass die Mailingliste nur noch für Nachrichten genutzt wird, die reinen Informationscharakter besitzen – quasi mehr ein Twitter in Langform, über die nur rein sachliche Fakten verbreitet oder abgefragt werden.  Für Diskussionen bieten sich z.B. Foren definitiv besser an, allein schon, weil man den Verlauf viel besser nachvollziehen kann, etc.

Profi-Tipp: Wenn man ein Programm benutzt um seine Mails abzuholen, kann man die super archivieren, sieht dann aus wie ein Forum.

Zum Schluß noch eine Frage: Da steht ein Name drunter und in Klammern „Stadtpirat“. Was ist ein Stadtpirat? Und wo gibt es sowas in Lippe? Nur in den Metropolen, oder?