Koggen passen nicht in Müllpressen

Heil den Lesenden!

Die Tagespresse und eine Internetseite bescherten mir heute eine Information, die auf den ersten Blick harmlos, logisch und unspektakulär aussieht, aber seht selber.

Veolia Umweltservice zieht Konsequenzen

Hamburg/Rostock, 23. November 2011. Die Geschäftsführung von Veolia Umweltservice sieht derzeit keine Möglichkeit, das Sponsoring des F.C. Hansa Rostock über die laufende Saison hinaus zu verlängern. „Die regelmäßigen Ausschreitungen schädigen nicht nur die Reputation des Vereins, sondern auch die der Sponsoren. Für uns ist dies nicht tolerierbar“, so Dr. Christian Knaape, Geschäftsführer von Veolia Umweltservice.

Hätten sie das nur mal vorher gewußt, Rostock war ja kurz davor in Lichtenhagen die Sonderolympiade für Integrierte Gastarbeiter zu veranstalten. Zumindest der Fackellauf war schon geplant. Einmal mit den Fackeln zum Wohnheim. Hymne singen. Zurück. Daraus wird nun wohl nichts. Wegen plötzlich auftretender, regelmäßiger Ausschreitungen. Schade, es ist so schön in Mitteldeutschland.

Gesamtgesellschaftliches Problem

Die Entscheidung falle schwer, weil der Verein selbst Opfer von Gewalttätern sei, die Hansa Rostock lediglich als Plattform nutzten. Knaape: „Wir sind überzeugt, dass die Ausschreitungen ein Resultat eines gesamtgesellschaftlichen Problems sind, das der Verein nicht allein lösen kann“. Hier seien auch Politik, Justiz und Polizei gefragt – und letztlich in der Prävention die gesamte Gesellschaft. „Veolia Umweltservice will einen Teil der dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe übernehmen und die damit verbundenen Probleme lösen helfen“, betonte Knaape. Deshalb prüfe das Unternehmen derzeit Möglichkeiten, wie es die Sponsoringsumme in ausgesuchte Projekte in der Region Rostock investieren könne – zum Beispiel in den Breitensport.

Vorschlag. Hier auf dem Youtube-Video kann man einiges gut erkennen, schaut mal hin.

Ihr wollt also den Breitensport fördern? Fein, dann könnt ihr mit den Leuten reden, die auf diesem Video angefangen haben zu applaudieren, als einige voll verstrahlte Leuchtraketen in den Gästeblock geschossen haben. Das sind die Ansprechpartner für Breitensport. Eine Anmerkung an dieser Stelle noch, der Begriff Breitensport kommt nicht daher, dass unglaublich viele dieser Leute so oft breit sind.

Keine Toleranz gegenüber Gewalt

„Unabhängig davon erwartet Veolia Umweltservice aktuell sehr konsequente Maßnahmen, um Täter zu ermitteln“, unterstrich Knaape. Personalisierte Einlasskarten seien erforderlich, um gewährleisten zu können, dass niemand, gegen den ein Stadionverbot verhängt ist, Zugang zum Stadion erhalte. Verstärkte Polizeikontrollen seien ebenso unvermeidlich. Der Geschäftsführer kündigte auch für die laufende Saison ein entschiedenes Vorgehen an: „Selbstverständlich werden wir unser Sponsoring um jede DFB-Strafe kürzen, die gegen Hansa Rostock verhängt wird. Weitere Ausschreitungen können auch in der laufenden Saison dazu führen, dass wir unser Sponsoring sofort beenden.“

Bessere Idee. Wir haben noch Ressourcen offen. Da wir doch sowieso gerade dabei sind nach den Punks, den Moslems und den ‚Gewalttätern Sport nun auch die Faschos in eine Kartei zu packen, hier nun eine Idee. Jeder muss seinen Ausweis am Eingang vorlegen. Gegen Vorlage eines Führungszeugnisses, eines biometrischen Fingerabdrucks, eines Speicheltests (spucken sie hier bitte auf das Vereinslogo ihrer Wahl) und eines Bluttests bekommt man dann eine Karte. Während des Spiels verpflichtet man sich dazu die Nachbarn zur rechten und zur linken genau zu beobachten und im Falle von Gestzwidrigkeiten wie Beleidigungen, aggressiver Sprache oder diffamierender Gesten ist sofort Bericht zu erstatten. Um diese Berichte entgegenzunehmen wird ein neues Ministerium ins Leben gerufen, das Ministerium für Sportstraftäter, kurz MfS. In großen Stadien, wie in Dortmund, Schalke oder München kann man mit bis zu 80.000 inoffiziellen Mitarbeitern rechnen, kurz IM Hooligan. Fans von Union Berlin, Chemie Leipzig und Wismut Aue werden natürlich ausgenommen. BFC Dynamo Fans erhalten Freikarten für jedes Stadion in Deutschland. Die können das nämlich richtig gut.

Veolia Umweltservice

Die Veolia Umweltservice GmbH, Hamburg, ist eines der führenden Entsorgungsunternehmen in Deutschland und weltweit führend im Bereich Papierrecycling. Wie nur wenige Anbieter deckt das Unternehmen alle Teilbereiche des Abfallmanagements (feste, flüssige, gewerbliche, gefährliche und ungefährliche Abfälle) bundesweit ab. Das Leistungsspektrum umfasst die Vermarktung neu entstehender Rohstoffe sowie sämtliche Dienstleistungen von Wertstoffrecycling und Entsorgungslogistik über Rohr- und Kanalservice, Gebäudedienstleistungen und Industriereinigung bis hin zur Straßenreinigung.  (…)

Liebe Firma Veolia, hier ein kleiner Tip. Ich zitiere, damit auch die Rostocker es verstehen, aus „Mein Kampf“, Adolf Hitler.

Band 2, Elftes Kapitel, Volk und Rasse:

„Es gibt Wahrheiten, die so sehr auf der Straße liegen, daß sie gerade deshalb von der gewöhnlichen Welt nicht gesehen oder wenigstens nicht erkannt werden. Sie geht an solchen Binsenwahrheiten manchmal wie blind vor-bei und ist auf das höchste erstaunt, wenn plötzlich jemand entdeckt, was doch alle wissen müßten. Es liegen die Eier des Kolumbus zu Hunderttausenden herum, nur die Kolumbusse sind eben seltener zu finden

Entsorgt doch einfach mal. Macht doch euren Job. Der Dreck liegt auf der Strasse, ihr müßt ihn nur recyclen. Wenn die ihren großdeutschen Ausweis vorzeigen in den Stadien, macht sie das weder zu besseren, noch zu intelligenteren Menschen. Reinigt die Straße. Los. Macht euren Job.

Und ganz am Ende, weil es so schön ist. Da eskaliert, mal wieder, ein Fußballspiel von Rostock und St. Pauli. Und dann sehe ich im rausgehen noch das Impressum.

Veolia Umweltservice GmbH
Hammerbrookstraße 69
20097 Hamburg

Man muss nichts aufschreiben, man muss nur mitschreiben. Wirklich. Es wird der Tag kommen, an dem Gazprom Hautpsponser von Maccabi Tel Aviv wird und auf den Trikots von Galatasary Istanbul das Logo der deutschen Metzgerinnung strahlt. Und allerspätestens dann, werden die Leute den Satz üben „Wir haben das doch alles nicht gewußt“.

Schönes Spiel noch